Okinawa 2023

02/10/2023 bis 24/10/2023

06/10/2023

Naha

07/10/2023

Zamami-jima

09/10/2023

Okinawa-Honto

12/10/2023

Ishigaki

Zurück in Naha haben wir unseren Mietwagen abgegeben und sind nach Ishigaki geflogen. Die Insel liegt 400 km südwestlich von Honto und damit fast schon vor der Küste von Taiwan.

Am Flughafen gab es edle „Geschenk-Mangos" zu kaufen - ein Karton mit zweien kostet an die 60€. Es müssen wohl sehr gute (vielleicht sogar perfekte?) Mangos sein. Angestellte haben immer wieder durch Fühlen und Drücken die Qualität überprüft. Unter Japanern ist eine Mango (oder Melonen) ein besonderes Geschenk. Aber wenn man das Schenken ernst meint, kommt man nicht so günstig weg wie mit einer Flughafen-Mango.

In Ishigaki haben wir direkt den nächsten Mietwagen abgeholt. Das war wieder ein perfektes japanisches Erlebnis: Direkt am Ausgang war ein Schild der Autovermietung, und noch während wir darüber nachgedacht haben, ob wir uns irgendwie melden sollten, kam ein Kleinbus vorgefahren, um uns abzuholen. Wir haben keine 30 Sekunden gewartet.

Ishigaki ist deutlich leerer als Honto. Es gibt einiges an Landwirtschaft. Aber es sind kleine Felder, die sich gut in die Landschaft integrieren. Im Landesinneren liegen einige komplett mit dickem Wald überzogene Berge, so dass eigentlich nur die Küstenregionen besiedelt sind. Besiedelt heißt, dass es eine Straße und hin und wieder kleine verwitterte Beton-Siedlungen gibt. Kaum etwas, was man schon Dorf nennen würde. Nur der südliche Zipfel ist mit Ishigaki-Stadt richtig urban.

Wir haben ein luxuriöses Ferienhaus in Kabira Bay gemietet. Den Ort könnte man schon als Dorf bezeichnen, denn hier gibt es ein Postamt, das gleichzeitig Bushaltestelle, Bankautomat, Briefkasten und vermutlich einiges mehr ist. Es sollte auch einige Möglichkeiten zu Essen geben. Aber nach Einbruch der Dunkelheit wirkte alles sehr verlassen. Trotzdem haben wir einige der Laternen entdeckt, die Izakaya-Restaurants (japanische Tapas-Bar, die am weitesten verbreitete Art von Restaurant in Okinawa) markieren.

13/10/2023

Wir haben den Tag damit verbracht, verschiedene Strände in der Nähe zu besuchen. Dafür ist Okinawa schließlich berühmt. Das Wasser plätscherte hellblau und herrlich warm an die leeren Strände. Die japanischen Touristen kommen oft nur kurz zum schnorcheln anstatt wirklich Zeit am Meer zu verbringen.

Am Abend sind wir in einem kleinen One-Man-Restaurant gelandet. Der Wirt hat den ganzen Laden allein geschmissen: Gekellnert, Getränke gezapft, zwischendurch noch in die Küche gesprungen und Speisen zubereitet. Das meiste war gut vorbereitet und mit geübten Handgriffen gemacht. Aber der Mann ist durchgehend gerannt. Zwischendurch ist er noch mit einer Lieferung raus und hat sie in der Nachbarschaft abgegeben. Allein das Zusehen war stressig. Wir dachten, er kriegt noch vor unserem Tempura einen Herzinfarkt. Dabei ist Okinawa ja für die Langlebigkeit berühmt.

14/10/2023

Der Mt Omoto ist der höchste Punkt in ganz Okinawa. Wir haben uns seine stolzen 526 Meter für den Vormittag vorgenommen. Der Aufstieg dauerte eine gute Stunde und ging fast nur bergauf. Bei der hohen Luftfeuchtigkeit und warmen Temperatur war das trotz des Schattens des Waldes eine schweißtreibende Angelegenheit. Der Weg ist mit riesigen Farnen bewachsen und überall schwirrten Schmetterlinge herum. Gegen Ende wurde der Weg ganz schmal und führte durch einen engen Bambus-Tunnel. Das Ziel der Wanderung war eine etwas enttäuschende, einen Meter breite Lücke im Bambus. Man sah nichts. Ein dicker Stein hat uns den fehlenden letzten Meter geboten, um doch noch einen wunderbaren Blick auf die Insel und die türkis schimmernden Sandbänke und Korallenriffe zu bekommen.

Auf dem nördlichen Zipfel der Insel gibt es noch einige weitere schöne Strände. Der Hirakubo Beach hat uns sehr gut gefallen. Anfangs waren wir allein in einer schönen, kleinen Bucht. Leider sind wir ein wenig von Warnungen beunruhigt worden, dass es hier Würfelquallen geben soll. Daher sind wir nur vorsichtig im Wasser gewatet. Die nach uns Kommenden waren entweder besser oder viel schlechter informiert. Sie sind mit Anlauf ins Wasser gerannt und sind die ganze Bucht abgeschwommen. Danach war es dann sicher.

15/10/2023

Direkt vor unserer Tür lag die Kabira Bay. Die Bucht wird überall gezeigt, wenn ein repräsentatives Foto von Okinawa gebraucht wird. Kleine, grüne Inseln ragen wie Pilze auf ausgewaschenen Steinfundamenten aus dem grünblauen Wasser. Leider darf man dort nicht schwimmen, was vielleicht am Schutz der Korallen oder an den Glasbodenbooten liegt, die zuhauf herumfahren - Schnorcheln ohne Nasswerden. Wir sind eine Runde mitgefahren und konnten viele intakte Korallen, große Muscheln und Schildkröten sehen.

Später sind wir zum Sunset Beach im Norden gefahren. Der lange Strand ist sehr schön, aber wegen des bedeckten Wetters hat er seinem Namen keine Ehre gemacht.

16/10/2023

Iriomote

20/10/2023

Ishigaki (slight return)