Kolumbien 2015/16

22. Dezember 2015

Bogota

Gegen drei Uhr nachts sind wir in Bogota gelandet. Der Taxifahrer rast durch leere Straßen. Die Bebauung rund um den Flughafen ist sehr modern, auch die Straßen machen einen guten Eindruck. Je mehr man sich der Innenstadt nähert, desto mehr ändert sich das. Dort sind viele ältere und auch heruntergekommenere Häuser. Unser Guesthouse "Arche Noah" liegt im alten Bezirk "La Candeleria" am Hang. Die Zimmer liegen hinter alten Türen um einen Patio und sind modern und praktisch ausgestattet. Wir fallen heute aber nur noch tot ins Bett.

Nach ein paar Stunden Schlaf lassen wir uns das Frühstück auf die hübsche kleine Terrasse bringen. Den Tag lang streifen wir durch Candeleria, der Altstadt von Bogota. Kontinenttypisch erstreckt sich ein Schachbrettmuster kleiner Straßen um die prächtige Plaza Bolivar. Die Häuser sind allesamt alt, und in unterschiedlichem Grad sieht man es ihnen auch an. Dazwischen nehmen hin und wieder alte Kirchen einen Block ein. Auf der Talseite der Plaza erstreckt sich der Regierungsbezirk. Hier sind die Bürgersteige von Soldaten und die Eingänge von der Ehrengarde mit tollen Uniformen bewacht. Hinter den Zäunen sieht man prächtige Villen und Gärten, die leider nicht zugänglich sind.

Die Hangseite des Viertels ist weniger schick, aber interessanter. Hier verstecken sich teilweise liebevoll aufgemachte Lokale hinter Fassaden mit viel Graffiti. Abends kann man sich in den zahlreichen Bars und Kneipen herumtreiben.

Wir marschieren erstmal ans Ostende des Viertels, wo eine Seilbahn auf den Monserrate heraufführt. Die Kirche dort oben ist nicht der Rede wert und die Stände ebensowenig. Aber der Blick über Bogota ist fantastisch. Die Stadt erstreckt sich bis an den Horizont. Auf dem Rückweg war plötzlich eine lange Schlange vor der Seilbahn und ganz viele Leute noch dorthin unterwegs. Der Sonnenuntergang auf dem Berg scheint eine beliebte Attraktion zu sein.

Wir sind stattdessen sehr früh essen gegangen. Das Restaurant mit mexikanisch inspirierter Küche verbirgt sich hinter einem verrückten Graffiti, wie so vieles in der Gegend. Wir können die Augen kaum offen halten und erlösen mit uns mit sehr früh schlafen.

23. Dezember 2015

Wir haben endlich mal genug geschlafen und den Tag in einem niedlich eingerichteten Café um die Ecke begonnen. Das gesamte Interieur ist aus Kisten und Paletten selbst gemacht und wild angestrichen. Die gut gelaunte Wirtin stört sich nicht an unseren Spanischkenntnissen und vermeidet kurze, einfache Sätze.

Danach waren wir in dem empfehlenswerten Botero-Museum. Es liegt in einem großen, perfekt restaurierten Kolonialhaus mit Brunnen und Rabatten im Patio. Botero ist berühmt für seine drallen Figuren, die teilweise wirklich sehr lustig sind. Es ist beeindruckend, dass Botero seine Figuren nicht nur malen, sondern genauso kunstfertig auch in Bronze gießen, aus Stein hauen oder töpfern konnte. Die dicke Bronze-Katze ist besonders gelungen. Daneben hat das Museum eine beeindruckende Kunstsammlung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Anschließend haben wir uns in einen ganz anderen Teil Bogotas aufgemacht. Mit dem Transmilenio, Bogotas Vorzeige-Bussystem, sind wir Richtung Norden gefahren. Der Transmilenio hat seine eigene Spur und steckt daher nicht im Stau. Die Hauptstraßen haben daher zum Teil acht oder mehr Spuren. Auf dem Weg bekommt man an den Wänden der Stadtautobahn eine Graffiti-Ausstellung umsonst dazu. Ein Kunstwerk reiht sich über Kilometer ans nächste. Später werden wir in der Zona G ausgespuckt, wo das teure und moderne Bogota liegt. Der Parque 93 ist von schicken Restaurants gesäumt und wimmelt in der Mittagszeit von den Angestellten der Umgebung. Hier scheint nicht nur jeder Arbeit zu haben, sondern auch die Gelegenheit sein Geld wieder loszuwerden. Weiter südlich schließt sich die Zona Rosa an. Hier wird geshoppt. Neben der dicken Edel-Shopping-Mall liegt eine Fußgängerzone mit Mode und schicken Restaurants bis zum Abwinken. Hier ist keine Spur vom armen Kolumbien – Düsseldorf meets Ipanema.

Abends haben wir Freunde aus Köln zu ihrer letzten Nacht in unserem Hostel getroffen (kein Zufall) und den Staffelstab für die Reise durch Kolumbien übernommen. Das haben wir im köstlichen Restaurant Café Capital gefeiert.

24. Dezember 2015

Nach Palmari

25. Dezember 2015

Palmari

29. Dezember 2015

Villa de Leyva

02. Januar 2016

Nach Güican

03. Januar 2016

El Cocuy

08. Januar 2016

Cartagena

09. Januar 2016

Islas del Rosarios

10. Januar 2016

Cartagena

12. Januar 2016

Palomino

Land und Leute